Atme

Die Konfirmation meines Sohnes steht an.

Ich habe mal wieder meinen Kopf so voll , dass ich mich davon irgendwie nicht stressen lassen kann.

Längst sind alle Dinge nicht geregelt und viele to do’s offen.

Die nächste Woche wird wahrscheinlich in einem durchgerödelt und durchorganisiert.

Meine Tochter hatte vor ihren neuen Freund zu fragen ob er  kommen mag aber es ist vielleicht etwas viel für eine neue Liebe, uns alle auf einen Schlag kennenzulernen. Gerade im zarten Alter von 15.

Am Abend kommt eine Erinnerung hoch:

Thomas und ich waren knapp zwei Monate zusammen. Weihnachten stand an. Ich hatte frei, er sowieso.

Ich habe damals meine Eltern gefragt ob er zum Fest kommen dürfte.

Und als ich das OK bekam , fragte ich Thomas etwas schüchtern.

Ich hatte Angst , dass er es voll blöd finden würde.

Aber nein,  mit einem Lachen in der Stimme, meinte er wie sehr er sich freut meine Familie kennenzulernen.

Ich war erleichtert.

Ich glaube es war für ihn ein Wink, dass ich es ernst meine mit ihm.

Natürlich war es auch etwas viel für ihn. Meine vier Geschwister, manche noch klein, meine Eltern, der Hund.

Meine kleinste Schwester hat sich gleich in ihm verliebt. Am Abend meinte er wie toll er es fand. So viele Menschen.

Puh, Glück gehabt.

Er hat damals ja gesagt.

Zu allem was zu mir gehört.

Ein schönes Gefühl.

Eine schöne Erinnerung.

In der jungen Liebe hier im Haus gibt es Zweifel.

Ich versuche zu erklären, dass mutig vorran gehen hilft. Dinge direkt anzusprechen. Es jetzt schon zu üben für die spätere Zukunft.

Mut ist so wichtig.

Mein Sohn meinte letztens: ja, klar Mama, du hast ja auch vor nichts Angst.

Das stimmt so nicht ganz.

Ich habe Angst.

Angst die Dinge nicht so bewältigen zu können, wie sie verlangen.

Angst davor, den Kindern nicht richtig zuzuhören während meine Gedanken mit meinen Aufgaben beschäftigt sind.

Angst, dass einem der Beiden was zustoßen könnte.

Angst, dass ich sie zuviel alleine lasse.

Angst, vor Enttäuschungen,

Angst, dass Menschen die ich liebe mich verlassen könnten.

Angst, falsche Entscheidungen zu treffen.

Aber :

ich habe mir vorgenommen, dass Angst kein guter Ratgeber ist.

Dass den Mutigen die Zukunft gehört.

Dass ich glücklich sein möchte.

Meine Gefühle ausleben möchte .

Wie Yoda so schön zu Luke sagt:

Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.

Ich lebe!

Ich liebe!

Ich tu es!

Ich gehe!

Ich entscheide mich für Mut, für Liebe, für Familie, für Freunde, für Investitionen, für meine Arbeit, für mein Haus.

Mit einer Entscheidung fängt das Leben an. Atme!

Und mit diesem Atemzug habe ich es eingeatmet:

Die Lust am Leben.

3 Antworten zu „Atme”.

  1. Avatar von madeinheaven1
    madeinheaven1

    Richtig entschieden. Es wird vielleicht nicht alles 100% sein, aber gerade das macht dich menschlich.

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  2. Weise Entscheidung getroffen du hast.. Lg. Olek Solo

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