Erkältet nach Karneval….war klar, ist aber irgendwie nicht witzig. Mit geht es wirklich nicht so gut aber alles andere will ja weiter bedient werden. Das nervt mich und manchmal macht es mich auch etwas ängstlich. Was wäre wenn ich ernsthaft krank werden würde?
Egal, ich muss ausnahmsweise Mal zur Medikamentenkiste der Schulmedizin greifen. Morgen kommt Sperrmüll und ich muss etwas auseinander bauen und schleppen.
Ach und wenn ich eh schon dabei bin, dann fang ich jetzt mit der Schlafzimmer Renovierung an.
Ich wollte den Kleiderschrank wegrücken und bevor das geht müsste ich ihn ausräumen.
Das macht mir wiederum Angst wegen aller Erinnerungen die aus Thomas Seite auf mich fallen würden….als ich das Thomas Eltern erzähle, meint Thomas Ma, dass ich doch bestimmt einen Teil der Wand irgendwie anders gestalten kann. Mit einem Brett oder so….die ganze Arbeit mit dem schweren Schrank….
Mmh, keine schlechte Idee, ich mache eh Paneel auf die Hälfte der Wand!
Gesagt , getan!
Ich reiß schon Mal Tapete ab.
Dank Aspirin geht der ganze Tag ganz gut über die Bühne.
Und während ich Tapete abreiße , sehe ich was ich alles schlecht tapeziert habe und muss über mich selber lachen! Ich sehe Zahlen an die Wand gekrickelt und erinnere mich wie ich haarklein die Steckdosen ausgemessen habe anstatt sie einfach ab zu montieren! Wir umständlich!
Ich merke ,wie ich glücklich werde. Glücklich bei der Arbeit. Oft kommt mir folgender Satz in die Gedanken: was ist der Sinn im Leben und im Sterben….
Heute kann ich ihn beantworten mit : Lernen!
Ich lerne jeden Tag. Ich habe gelernt zu renovieren, tapezieren ach und so vieles mehr. Ich lerne von so vielen Menschen um nicht herum! Die ich alle so gern habe!!!
So viele so besonders , besonders liebenswert!
Ich kann nicht anders als in diesem Moment glücklich zu sein. Dankbar zu sein für alles was mich umgibt, für alle die mich umgeben!
Ich liebe mein Leben wie dieses Haus!
Es muss immer etwas neu gemacht werden, es bringt immer Aufgaben mit sich und es bringt Wärme und Geborgenheit.
Ich muss die Türe zu Thomas Kleiderschrank öffnen um mich daran festzuhalten, die letzten Schnipsel oben an der Decke abzuziehen!
Mein Blick fällt auf ein Shirt was er sehr oft getragen hat.
Ich lächle. Ich sehe ihn vor mir mit diesen Streifen. Wie gerne ich über seine Unterarme streicheln würde .
Aber das Leben ist wie mein Haus!
Alte Tapeten müssen ab. Ein neuer Anstrich muss her.
Fang an damit!


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