Das neue Jahr ist einen Monat alt und ich habe irgendwie schon keinen Bock mehr drauf.
Nein- das stimmt nicht ganz.
Ich habe Lust auf die schönen Dinge aber ich merke meine Motivation für den Rest ist so klein wie sehr selten.
Der Monat war teuer, ich warte dringend auf Geld.
Es nervt mich.
Ich suche nach etwas und merke, dass ich mich an einen alten Freund klammere, der, so glaube ich, keine Kapazitäten dafür hat.
Es ist diese Leere, er kann sie kurz füllen. In den seltenen Momenten wo ich ihn sehe oder höre bin ich beruhigt aber er kann dieses Bedürfnis, das ich habe nicht stillen. Anschließend kommt wieder Leere.
Ich habe das Gefühl seit den Winterferien immer noch nicht im Alltag angekommen zu sein.
Ich war beim holotropen Atmen.
In meiner Trance zeigt sich Thomas.
Er ist glücklich, es geht ihm gut. Er sagt zu mir: „Bitte mein Schatz, mir geht es gut, hier ist es wunderschön.
Ich warte auf dich, die Zeit geht hier schnell vorbei.
Leb dein Leben
Sei glücklich!“
Also mach ich weiter .
Ihr merkt selber, dass ich den Blog nicht mehr so häufig bediene. Das liegt an meinem Zeitmanagement aber auch daran, dass die Wellen der Trauer nicht mehr so oft kommen.
Die Zeit ändert vieles.
Ich kann mich leichter in Gesellschaften bewegen.
Zum Beispiel freu ich mich dieses Jahr auf Karneval.
Letztes Jahr war es einfach ein Versuch weiter zu machen. Dieses Jahr wird es ,so glaub ich, richtig gut. Letztes Jahr war ich um diese Zeit sehr zerbrechlich, dieses Jahr bin ich stärker geworden !
Aber es gibt immer wieder diese Tage wo es eben nicht so ist.
Letztes Wochenende bin ich auf einem Geburtstag und es fragt mich jemand wo eigentlich Thomas ist. ( Er kannte ihn von früher und da auch nur flüchtig, mich kennt er gar nicht und ich ihn ebenfalls nicht)
Ich muss kurz schweigen. Der ganze Raum schweigt auf einmal.
Die Last es auszusprechen wird immer größer.
Irgendwie geht es. Soeben kann ich Tränen unterdrücken.
Dann ist es raus, dann geht es besser. Tagelang habe ich danach Kieferschmerzen weil ich mich so verspannt habe.
Das wirkt nach. Ich will nicht ohne ihn leben, ich brauche ihn.
Ich habe eine Midlife Krise.
Was bringt das Leben noch?
Die Kinder sind Teenies, so richtig Bock haben sie nicht mehr auf mich aber alleine können sie noch nicht dauerhaft sein.Ich bin abends alleine, Nachmittags fahre ich sie rum oder wir erledigen Dinge. Sie haben Kopfhörer auf , ich bin in Gedanken.
Elias ist schlecht in der Schule. Ich bräuchte seinen Vater, damit wir gemeinsam eine Lösung finden.
Ich bin müde. Keine Lust mehr auf Verantwortung.
Am liebsten würde ich ein neues Leben anfangen.
Haus verkaufen, studieren, reisen.
Aber gut, jeder hat wahrscheinlich irgendwann diese Phase. Auch das geht vorbei. Wie alles vorbei geht.
Aber ich habe was angefangen, was mir richtig Freude bereitet!
Ich spiele seit einigen Monaten Tennis im Verein.
Drei wahnsinnig nette Frauen haben zusammen mit mir angefangen. Alle sind gleich schlecht aber gleich motiviert! Der Trainer jung und unbeschwert!
Niemand kennt Thomas, niemand kennt mich mit Thomas .
Das ist traurig und gut zur gleichen Zeit! Es nimmt ein wenig den Druck.
Tennis macht mir soviel Spaß und in der Gruppe stimmt einfach alles. Nur blöd, dass Tennis gar nicht leicht zu lernen ist!
Ich muss geduldig sein.
Ist vielleicht eine Lektion fürs Leben:
Mit Spaß und Geduld zum Erfolg.
Das wird schon!!!


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