Heute ein sehr kurzer Beitrag und vor allen Dingen ein müder Beitrag. Deshalb verzeiht mir noch mehr Fehler als sonst. Trotzdem möchte ich den Tag mit all seinen Gefühlen festhalten.
Elias ist bei Freunden über Nacht, Luise und ich wollen den Tag nutzen um Thomas‘ Schwesters neue Haus zu bestaunen.
Thomas ist wie immer gefühlt mit dabei und Luise und ich fragen uns wie Thomas das Haus gefallen hätte. So ist er irgendwie immer noch mehr present.
Bestimmt wäre es ihm zuviel Arbeit gewesen und vielleicht etwas zu klein. „Aber schnuckelig und mit Potential“ so hätte er es wahrscheinlich beschrieben.
Wir fahren auf die Kirmes am Rhein, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm aber Luise und ihre Cousine haben Blut geleckt und sie wollen hin. Also gut, meine liebe Nachbarin schon wieder bitten , die Hunde kurz rauszulassen und als sie ihr OK gibt starten wir.
Angekommen, war es wie Nina sagt, schon fast ein halbtags Ausflug: Auto – Straßenbahn-zu Fuß.
Für mein Landei Kind genau das Richtige.
Wir staunen wie groß die Kirmes ist, wir staunen über all die verschiedenen Menschen.

Und wir staunen über die Karussells die streckenweise echt die Hölle versprechen: Höher, schneller, mehr Drehungen. Mehr Adrenalin in einer Zeit wo Menschen schon genug davon täglich produzieren und trotzdem mehr brauchen um zu fühlen….aber ich schweife ab….
Ich mag Kirmes. Ich glaube das hat was mit dem Gefühl zu tun jung zu sein.
Hinzufiebern, laute Musik, flirten am Auto Scooter….die Leichtigkeit des Seins
Jeder erzählt von einem Abenteuer auf der Kirmes. Sei es mit einem Karussell oder mit einer Begegnung. Oder mit einem Gewinn am Losestand.
Mir fällt ein, dass ich Geburt häufig mit einem Karussell der Extraklasse verglichen habe. Du kaufst das Ticket, gehst mit Herzklopfen auf das Gefährt, würdest zwischendurch lieber aussteigen aber wenn es vorbei ist, dann bist du stolz und überlebt hast du es auch.

Mein Leben fühlt sich auch ein wenig so an.
Andrea und Luise kaufen ein Ticket und haben Spaß auf einem Dreh-Hops- Feuer Ding. Sie lachen und werfen die Hände in die Luft.
Am Rand stehen Nina und ich, Nina ist noch schlecht vom letzten Karussell und ich habe mir heute das Auge blöd verletzt und hab keinen Bock auf eine Verschlimmerung. Ich bin hier wegen Fritten und Eis.
Ich schau den beiden zu, Luise wie sie sehnsüchtig in ihre Jugend hineinhüpft und Andrea, die sie so liebvoll ein Stück mitnimmt.
Andreas Lachen erinnert mich so an Thomas in diesem Moment, dass schon wieder Tränen aufsteigen wollen. Dieses Vermissen!!!!
Aber – erinnert ihr euch, dass ich glaube , dass glücklich sein auch eine Entscheidung ist? Heute schaffe ich es!!
Ich bin glücklich. Glücklich eine so tolle Schwiegerfamilie zu haben mit denen ich mich so verbunden fühle.
Jemand der Thomas Lachen hat und seine Art auszuflippen und mich ständig an ihn erinnert.
Ich stelle mir vor , wie es wäre wenn ich es nicht hätte und es wäre kaum aushaltbar.
Andrea und ich verstehen unsere Gefühle. Wir können Lachen und weinen über Thomas. Beides fällt uns leicht zusammen.
Das tut so gut .
Und da haben wir , nicht das Kaleidoskop der Gefühle , sondern das Karussell der Gefühle.
Trauer ist ein Karussell, manchmal wird einem schlecht davon und man kann nur hoffen, dass es endlich aufhört, und manchmal überspielt es was alles passiert ist und schleudert einen in ein hysterisches Lachen. Aber eben ein Lachen.

Danke.

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