Wir sind wieder zu Hause.
Ich beschäftige mich schon wieder; Garten, streichen, aufräumen, Wäsche etc …
Eben beim Wäsche falten fällt mein Blick auf ein sehr altes Foto von uns, was Thomas mir vor Jahren geschenkt hat.
Es zeigt uns alle in Leucate beim Surfen.
Ich schaue es mir genau an.
Es ist wie ein anderes Leben. Ewig her.
Mir fällt auf, dass ich das Gefühl noch nicht hatte.
Als wäre es nicht dieses Leben, in dem das alles passiert ist. Sehr weit weg scheint die Zeit mit Thomas zu sein. Ich fühle mich als wäre ich seit Ewigkeiten alleine und traurig.
War das mein Leben? Gab es diese glückliche Zeit?
Wie ein endloser Traum, fange ich immer wieder fast von neu an zu begreifen was geschehen ist.
Eine endlos Schleife von Einsamkeit , Traurigkeit, Erkenntnis, Vermissen. Fühlt sich vielleicht deswegen die Vergangenheit so weit weg an?
Ich weiß es Mal wieder nicht.
Was ich weiß: das Kaleidoskop hat wieder zugeschlagen , diesmal mit einer neuen Farbe und anderer Form. Wieder eine neue Sicht durch das schmale Rohr was doch nur ein kleiner Ausschnitt meines Blickwinkels ist.
Also lerne ich heute Abend bevor ich die Augen schließe folgendes:
Wenn das Kaleidoskop der Trauer immer wieder seinem Schabernack mit mir treibt, denke daran dass es nur ein Guckloch ist. Ich habe die Wahl dadurch zu schauen. Oder mir ein anderes zu suchen.
Also suche ich mir jetzt ein Guckloch wo Liebe ganz nah ist, wo wir unsere Hände gehalten haben wenn wir eingeschlafen sind, wo er sich einen Kuss vorm Einschlafen gefordert hat egal ob ich schon weggedämmert war, wo er mir gesagt hat wie sehr er mich liebt.
Ich hatte das, das war kein anderes Leben. Es war meins. Und ich habe es geliebt.


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