Resumee

Ja, morgen geht es heimwärts

Wir sind traurig, die Sonne zu verlassen, ängstlich sich dem Alltag wieder stellen zu müssen.

Es hab Nächte in diesem Urlaub die mich deswegen gequält haben: Haus, Geld, Schule, Arbeit. Kann ich das schaffen?

Trotz Urlaub bin ich müde. Ich glaube es ist eine Lebensmüdigkeit.

Nein, keine Sorge , keine Selbstmord Lebensmüdigkeit, sondern eine Müdigkeit die sich auf alle Verantwortlichkeiten des Lebens bezieht. Und das sind nun mal echt viele.

Trotz merke ich , dass ich besser alleine klar komme als in den Herbstferien, dass es Schritte nach vorne gibt. Ich bin es z.B. mittlerweile gewohnt mit den Kindern alleine zu sein und keinen erwachsenen Gesprächspartner zu haben. Kommuniziere ich mit einem Erwachsenen kommen gleich alle unterdrückten Gefühle hoch und ich muss beinahe weinen obwohl ich nur einen betraute Stimme höre.

Im Urlaub ist viel und nichts passiert.

Ostern war wie alle Feiertage quälend und ich erspare euch die Einzelheiten. Am Ende sind es immer Momente die mich zum weinen bringen. Aber eben auch zum Lachen.

Wir hatten einen Platten und mussten abgeschleppt werden und drei Tage auf das Auto verzichten.

Elias hatte gleich zweimal hintereinander Migräne, weil sowas einfach viel für ihn ist.

Für mich war es herausfordernd aber machbar und ich bin froh, dass ich allen Versicherungskram geklärt habe, sonst wäre ich dumm da gestanden. So konnte ich sehr cool den Kids sagen , dass das einzige Problem darin besteht auf den Abschleppdienst zu warten und wir nur hoffen können, dass es nicht zu lang dauert. (Es waren 3 Stunden). Drei Tage später haben wir eine Bustour zu der Werkstatt gemacht und in der Kathedrale von Narbonne Kerzen für Thomas angezündet. So konnten wir das nützliche mit schönen verbinden.

Es waren zwei Wochen mit allen Wetterlagen die es gibt und genauso habe ich mich gefühlt.

Mal starker Sturm wie in meinem ganzen Leben, mal schwere Wolken wie in meinem Herzen, mal Sonne wie es meinem Gemüt entsprechen kann, mal warmer Sand um uns zu trösten, mal liebevoller Wind um uns zu streicheln.

Wir haben geweint, gelacht, gespielt, gesurft, gegessen und uns sehr lieb gehabt.

Wir haben an unseren Lieblingsmenschen jede Sekunde gedacht und er hat uns so sehr gefehlt, dass es nicht beschreibbar ist.

Und trotzdem ist eine so große Dankbarkeit in diesem Ort.

Der uns so vertraut ist, fast wie ein weiteres Zuhause. Ich habe soviel Dank gegenüber Thomas Eltern verspürt, die uns hier eingewöhnt haben , uns hier verwöhnt haben und soviel Erinnerungen geschaffen haben.

Jede Ecke birgt auch für die Kinder eine Erinnerung und heute sagten sie, dass wir unbedingt die Fotos von den anderen Urlauben schauen müssen um zu vergleichen….

Sie sind auch traurig den Ort zu verlassen, sie können es nicht glauben- schon zwei Wochen rum!

Es war stellenweise so schwer und wir sind gleichzeitig so froh hier gewesen zu sein.

Wir sind genauso, wie wir es vorhatten, jeden Schritt in Thomas Fußstapfen getreten und bei jedem Sonnenstrahl hinter der Wolke haben wir an sein Lachen gedacht, bei jedem Morgenrot an seine Umarmungen und bei jeder Welle an die Unendlichkeit seiner Seele.

Wir lieben ihn, vermissen ihn und müssen ohne ihn leben. Wir können das schaffen.

„Kein Halt vor dem Gipfel denn der Anstieg ist lang…. „

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