Wir schauen mal wieder den Hobbit.
Der dritte Teil gruselt mich immer, da Protagonisten, die ich mag sterben.
Besonders berührt mich immer die Liebesgeschichte zwischen einem Zwerg und einer Elbin.
Klar, man kann jetzt als Herr der Ringe Fans darüber philosophieren, ob das alles so passend ist aber ich für meinen Teil mag diese schmerzliche Romanze.
Beide ungleich, beide große Helden, die es nicht schaffen zusammen zu kommen, da einer stirbt.
Wir drei schauen den 3. Teil zum ersten mal nach Thomas`Tod.
Und dann kommt dieser Satz von Tauriel als Kili stirbt:
„Wenn das die Liebe ist, dann will ich sie nicht. Befreit mich davon, bitte. Warum schmerzt sie nur so sehr?“
Ich fühle es. Überall in mir. Diesen Schmerz, diesen Verlust. Diesen Unglauben – das ist jetzt bitte nicht passiert, oder?
Ja, wir haben Zeit zusammen gehabt. Ich brauche mich nicht zu fragen wie ein Leben mit Thomas geworden wäre. Ich weiß es. Es war GUT!!!!
Aber ich kann dieses „WAR“ in dem Satz einfach nicht akzeptieren.
Ich will ihn zurück, ich will dass er neben mir sitzt beim Autofahren, ich will mich mit ihm unterhalten, mit ihm lachen, mit ihm streiten, mit ihm schweigen.
„Warum schmerzt sie nur so sehr? Befreit mich davon!“
Wir waren den Tag bei seiner Tante zum Geburtstagsessen eingeladen. Es war eine kleine aber feine Runde. Thomas Tante, sein Onkel, dessen Mutter und Thomas Eltern.
Es war ein schöner Tag. Aber mein Protagonist fehlt. Und als ich in das Kaffee eintrete, merke ich, dass ihn jeder von diesem Tisch an meiner Seite vermisst. So gesehen ist es Thomas Familie und ich komme ohne ihn. Als hätte ich ihn vergessen mitzubringen.
Mehrfach kann ich den Nachmittag von Thomas erzählen und benenne auch, dass er gestorben ist mit Sätzen wie : Bevor Thomas` Tod…..
Aber ich fühle es nicht, mein Gehirn weiß es aber mein Herz nicht. Es ist wie stumpf.
Am Abend zuvor ist eines unserer Kaninchen gestorben, die Kinder sind geschockt, sie weinen, ich kann sie nicht trösten. Ich nehme sie in die Arme und sage: “ Papa holt es ab. Sie kuscheln zusammen. „
Ich weiß natürlich wie wichtig Tränen und Gefühle sind, trotzdem sind Kindertränen aus tiefer Trauer heraus so schmerzhaft, dass es nicht zum aushalten ist. Sie weinen um den Verlust von Charly, unserem süßesten und zahmsten Kaninchen und gleichzeitig weinen sie um ihren Vater.
Ein Ventil.
Thranduil sagt zu seinem Sohn Legolas im Film: “ Deine Mutter hat dich mehr geliebt als alles andere. Mehr als das Leben. „
Ich nehme die Kinder in den Arm und sage : „Genau wie Papa, er hat euch mehr geliebt als das Leben….“
Die Kids gehen ins Bett, ich bleibe noch etwas sitzen und denke über das Wochenende nach.
Wieder ein Tag ohne ihn geschafft, wie viel mal noch schlafen bis ich ihn wiedersehe?
Na, vielleicht noch 14600 mal.
Bis dahin verbringe ich die Zeit mit unseren Kindern , liebe sie ebenfalls mehr als alles andere und verwöhne sie für ihn mit. Schaue wie sie ihm ähneln und hoffe, das ich alles was zu tun ist in seinem Sinn erledige, alles was zu entscheiden, ist in seinem Sinn entscheide und alles was ich geben kann, auch mit seiner Liebe gebe.


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