Der Alltag hat mich zurück. Schule hat wieder angefangen und ich versuche mich zu sortieren, Antworten zu finden, wie und wann ich wieder arbeiten gehen soll z.B.
Ich funktioniere und der Tag ist schneller vorbei als ich schauen kann und während ich überlege was und wann ich das alles in 12 Stunden quetschen soll, kommt beim Spaziergang auf einmal ein großes Tief.
Mein Gehirn macht Ausflüge ins Universum und hüpft von Hütchen auf Stöckchen. Dabei kommt es über Umwege schon mal auf spezielle Themen.
Vorgestern war es das Thema Schmerzpumpen . Ich weiß auch wie ich darauf gekommen bin, aber nur soviel dazu : der Bogen war groß…
Egal. Dann ist es da. Von jetzt auf gleich, das große Ungeheuer.

Wie macht das Gehirn das? Ich bin wie sooft überrascht: Was? Thomas ist gestorben?
Eigentlich weiß ich es doch. Und dann kommt ein richtiger Adrenalin Schub über mich. Was ist Schlimmes passiert?
Uns?
Nein, bitte nicht!
Eben noch mit der Nachbarin gescherzt, gestern noch gedacht es verändert sich, um jetzt voll hineinzulaufen in ein Gefühl das bodenloser nicht sein könnte.
Abends hat keiner Lust mit mir Zeit zu verbringen und nachdem ich eine bescheuerte Komödie angefangen habe zu schauen, nehme ich mir doch harten Tobak vor : Ich schaue die letzte Folge von der Serie „This is us“
Amerikanischer Kitsch von vorne bis hinten, Drama nach Drama in einer Familie wo der Vater jung stirbt und das Leben der Kinder und Mutter weiter erzählt wird.
Thomas hat die Serie mit geschaut und sich auch interessiert aber verständlicherweise wollte er sich nicht sooft der Geschichte stellen.
Für mich war es immer ein Ventil um Tränen fließe zu lassen. In ruhigen Diensten im Kreißsaal habe ich oft laut geschluchzt. Thomas mochte das lustige Paar Kate und Tobi am liebsten und hat am meisten mit Randall gelitten. Ich mochte die Ehefrau und Mutter besonders gerne.
Ich spoiler jetzt nicht was passiert aber ich wusste was kommt und es passte zu dem Tag.
Das Ende ist irgendwie fast glanzlos zum Rest der Serie aber ich habe es trotzdem geliebt. Es hat so sehr den Wunsch hochgeholt Thomas wieder zu sehen…
Danach sitze ich mit über den Kopf gezogener Decke auf dem Sofa und weine noch eine Stunde später mit einer Sehnsucht im Herzen, dass es zu zerspringen droht.
Wenn es mir nicht gut geht, geht es schlecht. Das Leben.


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